1869 erbaute die Familie Underberg das Jagdhaus "Kastanienburg" in Mitten ihres 2.500 Morgen großen Jagdreviers. Die mächtige Eingangspforte aus dem Jahre 1779 ließen sie von einem anderen Anwesen aus Rheinberg für den Bau herschaffen und als besonderes Augenmerk in die Front installieren.



1935 verkaufte die Familie Underberg nach einer Erbauseinandersetzung schließlich das Anwesen samt des umgebenen Waldes an die Organisation "Rheinisches Heim". Diese ließ fast den gesamten Wald vom "Arbeitsdienst" roden und errichtete rund um das Jagdhaus eine neue Siedlung mit zahlreichen Höfen namens "Kastanienburg".




1937 waren die Bauarbeiten abgeschlossen und die Höfe an Privatleute verkauft. Gerhard Jacobs, der Großvater des heutigen Besitzers, erwarb das Gut "Kastanienburg" um hier einen landwirtschaftlichen Betrieb aufzubauen mit 15 Kühen und 50 Schweinen mit Nachzucht.





Später übernahm Albert Jacobs, der Vater des heutigen Besitzers, den Hof und stellte den Betrieb auf Milchvieh und Bullenmast um. In diesem Zuge erweiterte er das Gut um zusätzliche Stallungen zu schaffen.



Seit 1984 bewirtschaften Heinrich und Hildegard Jacobs den Hof und erweiterten insbesondere den Ackerbau.

Im Sommer 2001 entstand bei einer Tasse Kaffee im Garten die Idee zu einem eigenen Bauerncafé. Bei den vielen Radfahrern, die das gute Wetter und die grüne Idylle der Region nutzten, bot sich die "Kastanienburg" als Ausflugsziel an. Zeitnah wurden erste Pläne geschmiedet, die aus der alten Remise, die zur Unterbringung der Feldarbeitsgeräte genutzt wurde, ein schönes Café machen sollten.

2002 begann die Kernsanierung der Remise, es entstand ein modernes Café mit Backstube, Thekenraum, Sanitäranlagen und zwei Gasträumen, die Platz für 120 Besucher bieten. Zusätzlich wurde der Innenhof zu einer großen Sommerterrasse umgebaut, die Platz für weitere 90 Besucher bietet.

Am 2. Juni 2002 war es dann soweit, nach einem halben Jahr Bauzeit öffnete das "Bauerncafé Jacobs" erstmals die Pforte für Besucher.
Die Dekoration des Cafés und die Gestaltung der Sonnenterrasse wird mit voller Kreativität und viel Liebe zum Detail erarbeitet mit dem Ziel, dass sich die Besucher wohl fühlen und gerne wiederkommen.
Mit Begeisterung werden seither Torten, Brote, Kuchen und alles was dazu gehört in der Backstube gebacken und das Angebot stetig verfeinert.

Heute betreiben Heinrich und Hildegard das Café und den Hof, der zu einem modernen Ackerbaubetrieb umgestellt wurde, gemeinsam mit ihren vier Kindern und zehn Helfern.

"Es macht uns eine große Freude, Gäste auf unserem Hof begrüßen zu dürfen."